Gemeindeaufbau – mit Menschen und Steinen

Ein Rückblick von Pfarrer Johannes Launhardt, der 27 Jahre in Äthiopien Dienst getan hat

Die Entwicklung der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Addis Abeba nach dem 2. Weltkrieg ist dank der Fügungen Gottes wirklich bemerkenswert. Aus einem kleinen Korn ist ein Baum geworden, der an seinen Zweigen reiche Früchte trägt. Als wir 1956 in Addis Abeba auf der Weiterreise nach West-Äthiopien zum ersten Mal den deutschsprachigen Gottesdienst besuchten, fanden wir in einem kleinen, angemieteten Lehmhaus eine Gruppe von etwa 12 Personen vor. Der deutsche Ingenieur Werner Thil leitete die Zusammenkunft, verlas eine Predigt und am Harmonium begleitete jemand den bescheidenen Gemeindegesang. Sakramentshandlungen wurden nur vorgenommen, wenn ein ordinierter Hermannsburger Missionar aus dem Inland in der Hauptstadt weilte. Der etwa 18 Quadratmeter große Raum an der Tenagnework Street gelegen, war für die Gottesdienste mit Holzbän­ken, einem Tisch mit Kreuz sowie einem Pult ausgestattet worden. Herr Thil, der um 1950 mit einem Regierungsvertrag nach Äthiopien gekommen war, hatte engagiert die im Kaiserreich lebenden Menschen deutscher Sprache – Deutsche, Schweizer und Österreicher – gesammelt, eine evangelische Gemeinde mit ca. 100 Gliedern gegründet und vertraglich mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Vereinigten Evangelischen Lutherischen Kirche Deutschlands verbunden. Das war der Neuanfang.

 Die erste deutschsprachige, evangelische Gemeinde in Addis Abeba hatten 1928 Hermannsburger Missionare gegründet. Sie fand leider durch den Krieg ihr Ende. Der jetzt angemietete Gemeinderaum nahe der Ras Makonnen Brücke war nicht unwürdig, aber die ganze Umgebung sowie Störungen durch Nachbarn während der Gottesdienste wirkten nicht sehr einladend. Bereits 1956 beschloss die Gemeinde daher, sich ein eigenes Gotteshaus zuzulegen, zumal für größere Veranstaltungen die Mekane-Yesus Kirche neben der Deutschen Schule oder die Anglikanische Kirche angemietet werden mussten. Ein Kirchbaufond mit 500,00 Äthiopischen $ als Grundstock wurde angelegt und um Spenden gebeten. – Das Jahr 1957 brachte dann einen tiefen Einschnitt: Familie Thil verließ Äthiopien und man hatte mich in die Hauptstadt versetzt, um die neue Hermannsburger Station aufzubauen, mit Behörden zu verhandeln, die Inlandstationen zu versorgen und in Zusammenarbeit mit den anderen lutherischen Missionen den Aufbau einer äthiopischen evangelischen Kirche zu unterstützen. Es gab viel zu tun. Da ich mich nicht nur mit Bauten, Sitzungen und Einkäufen beschäftigen wollte und der einzige deutsche Theologe in der Hauptstadt war, stimmte ich zu, als die Gemeinde mich im Herbst 1957 zu ihrem Pastor berief.

Der Autor mit seinem Dienstwagen

Wie baut man eine Gemeinde, wenn Zeit und Mittel sehr begrenzt sind? Wir versuchten es zunächst damit, die Sonntagsgottesdienste um 10.00 Uhr im Gemeinderaum weiter zu führen. Ermutigend war es nicht, wenn von den 100 eingeschriebenen Gliedern nur 4 oder 5 zum Gottesdienst kamen. Und die, die kamen, fragten dann noch, ob es nicht genüge, alle 14 Tage oder einmal im Monat einen Gottesdienst zu halten. Trotz der Mehrbelastung war ich dagegen, zunächst wegen fehlender Informationsmöglich­keiten, aber auch aus theologischen Gründen. Nach biblischem Zeugnis kommt der Glaube aus dem Hören der Botschaft, aber die muss verkündet werden. Wir hielten also jeden Sonntag Gottesdienst, auch wenn manchmal nur 5 Personen kamen, die Familie des Pfarrers eingeschlossen. Das Durchhalten zahlte sich aus. Die Zahl der Besucher stieg. Sie stieg so, dass der Platz im Gemeinderaum langsam knapp wurde.

Grundsteinlegung 1964
Pfarrer Launhardt, Wilhelmine Lübke, Dr. Heinrich Lübke (vlnr.)

Einen weiteren starken Impuls bekam die Gemeinde dadurch, dass meine Frau, die ausgebildete Religionspädagogin ist, und ich gebeten wurden, den evangelischen Religionsunterricht an der Deutschen Schule zu übernehmen. Die Deutsche Schule, an der King George Street gelegen, war eine Begegnungsschule und führte bis zum Abitur. Wir hatten 8-10 Wochenstunden zu unterrichten, wobei jeweils zwei Klassen zusammengelegt wurden, die sich dann in eine evangelische, katholische und orthodoxe Gruppe aufteilten. Probleme des Zusammenlebens oder der Disziplin gab es nicht. Uns gab der Religionsunterricht die Möglichkeit, die evangelischen Kinder und Jugendlichen kennen zu lernen, biblische Grundwahrheiten zu vermitteln, Krippenspiele einzuüben und auf den Konfirmandenunterricht, der außerhalb der Schule stattfand, vorzubereiten. Da wir in der Schule bekannt waren, durften wir ab 1961 unsere Gottesdienste ganz in einen Klassenraum verlegen. Es war zwar aufwendig, jeden Sonntag einen Klassenraum in einen Gottesdienstraum umzubauen, hatte aber den Vorteil, dass wir einen größeren Raum zur Verfügung hatten und gleichzeitig zum Gottesdienst in einem anderen Klassenzimmer Kindergottesdienst anbieten konnten, den meine Frau hielt. Das brachte Kinder und Eltern zur Gemeinde. Der Schulleitung der Deutschen Schule kann man für alles Entgegenkommen nur dankbar sein!

Die Verlegung der Gottesdienste von dem gemieteten Raum im Lehmhaus in die Räume der Deutschen Schule war ohne Frage eine Verbesserung, aber noch keine befriedigende Lösung. Für Gottesdienste zu Bestattungen, Konfirmationen, Trauungen, Weihnachtsfeiern und anderes mussten nach wie vor andere Kirchen gemietet werden. Die Frage nach einem eigenen Kirchengebäude blieb also akut. Bereits im Dezember 1958 hatte Dipl. Ing. Killing eine Planskizze für eine Kirche von 100 Quadratmetern vorgelegt und die Baukosten mit 30 000,- Äthiopischen $ (ca. 48 000,-DM) veranschlagt. Durch eine geheime, einstimmig ausgefallene Abstimmung war auf der Gemeindeversammlung 1958 der Kirchenvorstand autorisiert worden, das Kirchbauprojekt weiter zu betreiben. Aber es bewegte sich nichts.

Das Hauptproblem lag in der Erlangung eines BaugrundstücksAls ausländische Organisation konnten wir in Äthiopien kein Land kaufen. Wir hätten etwas pachten können, aber die Kirchenleitungen in Deutschland wie auch unsere Erfahrungen sprachen dagegen. Es gab nur eine Person, die eine Ausnahme machen und Land zur Verfügung stellen konnte, das war Kaiser Haile Selassie I. Aber wie bekommt man solch eine Bitte vor den Kaiser? Ich ging zum Palastminister und trug ihm unser Anliegen vor. Er sagte: „Die Deutschen haben Geld. Wenn ihr bezahlt, bringe ich eure Bitte zu seiner Majestät.“ Solches Geld hatten wir nicht, und damit war diese Tür verschlossen. Ich suchte den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland auf und bat ihn, unsere Bitte um Kirchenland dem Kaiser vorzutragen. Er sagte, er würde es machen, wenn sich die Gelegenheit ergäbe. Trotz einiger Erinnerungen scheint sich die Gelegenheit nicht ergeben zu haben, denn es kam nichts. Ich ging zu Staatsrat David Hall, der in Äthiopien und bei Hof hohes Ansehen genoss. Hall erklärte, dass er in seinem hohen Alter das Staatsoberhaupt kaum mehr treffe und wenig für uns tun könne. Auch dem Patriarchen der Äthiopisch Orthodoxen Kirche stattete ich einen Besuch ab und trug ihm unser Problem vor. Er drückte sich zustimmend darüber aus, dass auch die Deutschen in Äthiopien pastorale Begleitung erhielten und wollte uns unterstützen. Unsere Bitte hat er dem Kaiser offenbar nicht vorgetragen. Uns blieb nichts anderes übrig, als zu beten und zu warten.

Wir hatten gehofft, durch mächtige und einflussreiche Personen das Ohr des äthiopischen Kaisers zu erreichen. Gottes Plan war anders. Eine Witwe, die früher Erzieherin am Hof gewesen war, zu unserer Gemeinde zählte und deren Mann ich zwei Jahren zuvor beerdigt hatte, brachte unsere Bitte zu Haile Selassie I . Bei einer Verabschiedung fragte er sie, ob er etwas für sie tun könne. Sie antwortete prompt: „Für mich persönlich nicht, aber unsere Evangelische Gemeinde braucht ein Grundstück um ein Gotteshaus zu bauen.“ Er fragte, wie groß und wie teuer die Kirche werden solle. Als eine Summe von 30.000,-Äthiopischen $ genannt wurde, meinte er, das sei nicht sehr groß, womit er, wie sich später herausstellte, Recht hatte. Nach weiteren Klärungen sagte er dann wörtlich: „Was ich der Kirche gebe, das gebe ichGott.“ und gab die Zusage für ein Grundstück von 2400 Quadratmetern. Das war 1961.

Ein wichtiges Zwischenziel war erreicht, aber es sollte noch drei Jahre dauern, bis wir die richtige Besitzurkunde in der Hand hatten. Zunächst musste die Zusage des Kaisers durch die zuständigen Ministerien zu Papier gebracht und durch Stempel und Unterschriften amtlich beglaubigt werden. Dann ging der Vorgang zur Stadtverwaltung von Addis Abeba mit dem Auftrag, uns Bauland zuzuweisen. Man zeigte uns verschiedene Grundstücke, aber da wir geäußert hatten, der Platz solle in der Nähe der Deutschen Schule sein, bekamen wir schließlich einen Bauplatz von 5000 Quadratmeter an der King George Street, direkt gegenüber der Deutschen Schule. Es hieß, es sei aus dem Privatbesitz des Kaisers. Wir waren voll zufrieden. Als ich dann jedoch auf der Deutschen Botschaft die Pläne für den Bau der Technischen Fakultät sah, stellte ich fest, dass „unser“ Land dort mit eingeplant war. Auf Rückfrage gab man uns zu verstehen, dass eine Technische Universität doch wichtiger sei als eine deutsche Kirche und deshalb den Vorrang habe. Also musste erneut mit der Stadtverwaltung verhandelt werden und man zeigte uns den Platz, auf dem die Kirche jetzt steht. Es war ein sumpfiges Gelände mit einer öffentlichen Toilette darauf und unklaren Grenzen. Wir nahmen es wegen der Nähe zur Deutschen Schule an und bemühten uns, eine offizielle Besitzurkunde zu bekommen. Als die Grenzen durch Tausch begradigt und der lange Weg durch die Ämter abgeschlossen war, wurde mir die Urkunde übergeben. Da stellte ich im amharischen Text fest, dass man als Besitzer die “Deutsche Mission“ eingetragen hatte. Die Hermannsburger Mission (GHM) war in Äthiopien eine anerkannte Größe und tat eine gute Arbeit, aber wir mussten weiter denken. Einem ausländischen Missionsunternehmen kann eine Regierung jederzeit die Arbeitserlaubnis entziehen oder sie des Landes verweisen, die pastorale Begleitung der eigenen Landsleute oder Konfessionsangehörigen darf nach internationalem Recht aber keiner Religionsgemeinschaft in einem anderen Land verwehrt werden. Also zurück und die ganze Prozedur mit Unterschriften und Stempeln noch einmal! Im August 1964 konnte ich schließlich die richtige Besitzurkunde dankbar in Empfang nehmen. Eine beglaubigte Kopie wurde umgehend in der Deutschen Botschaft deponiert und eine mit Kurierpost an das Außenamt der EKiD gesandt.

Der Kirchenvorstand und das Baukommittee, bestehend aus Lehrern, Ärzten, Botschafts­mitarbeitern, einem Apotheker, Pastoren und Ehefrauen hatten sich unterdessen viele Gedanken über den Kirchbau gemacht. Drei Architekten hatten zu verschiedenen Zeiten Planskizzen vorgelegt, die aber alle nicht die Zustimmung der Gruppe fanden. Es wurde argumentiert, die Grundform eines Hauses in Afrika sei rund und eine neugothische Kirche würde fremd wirken. Mir ging es darum, ein Gotteshaus zu bekommen, in dem 30 Leute sich nicht verloren vorkommen, das aber dennoch für Konzerte, Feiern und Beerdigungen Platz für 200 Personen bietet. Das bekannte „Bureau d’Etudes Henri Chomette“ wurde mit der Planung beauftragt und Herr von Seela legte einen Entwurf vor, der alle überzeugte.

Nachdem die Landfrage geklärt war, konnten wir an das Bauen und zunächst an die Grundsteinlegung denken. Durch die Presse war bekannt geworden, dass Bundespräsident Lübke im Oktober zum ersten Staatsbesuch nach dem Kriege nach Äthiopien käme. Auch sein Besuchsprogramm war veröffentlicht worden. Bei der Botschaft fragte ich an, ob der Bundespräsident nicht den Grundstein zu unserer Kirche legen könnte. Das wurde zunächst abgelehnt mit dem Hinweis, dass das Programm schon festgelegt sei. Ich gab nicht auf und argumentierte, dass ein Besuch der katholischen Arbeit in Bisidimo wohl vorgesehen sei, aber kein Besuch der evangelischen Arbeit in Aira. Dazu wäre es für den Bundespräsidenten doch ein guter Einstieg, wenn er dem Kaiser danken könnte für das, was er durch die Landschenkung für die Deutschen getan habe. Das leuchtete ein und man versprach zu verhandeln. Die Bonner Stellen stimmten zu und so wurde der 21.Oktober 1964 zur Grundsteinlegung durch Dr. Lübke vorgesehen.

Pünktlich um 10.30 Uhr erschien der Bundespräsident in Begleitung seiner Ehefrau, des Außenministers Scheel und anderer Würdenträger auf dem Kirchenplatz. Auch Vertreter der Äthiopisch- und der Griechisch-Orthodoxen Kirche, der Mekane Yesus Kirche, der Anglikanischen Kirche und anderer kirchlicher Gruppen waren gekommen. Nach einer Begrüßungsansprache des Pastors sprach der Bundespräsident über das biblische Wort: „Einer trage des andern Last“ (2. Kor 11, 29), versenkte die Bleikapsel im Grundsteinsockel,griff dann selbst zur Maurerkelle und vollzog mit drei Hammerschlägen die Grundsteinlegung. Der gesungene Choral „Lobe den Herrn“ drückte aus, was alle an diesem Tag empfanden, nämlich Dank und Freude. Der Kirchbaufond freute sich auch über den Staatsbesuch. Der Bundespräsident gab uns einen Scheck über 5000,- DM und Bundeskanzler Erhard ließ weitere 5000,- folgen.

Kreuzkirche etwa 1968

Die kleine Gemeinde hatte seit 1956 durch Spenden und Zinsen etwa 18000,-Äthiopische $ für den Kirchbau aufgebracht. 1962 waren von der EKiD 27000,- Äthiopische $ überwiesen worden und die stellte nun weitere 10 000,-DM in Aussicht. Der Bau konnte beginnen. Das Bureau d’Etudes Henri Chomette, das mit der Planung und Bauaufsicht beauftragt worden war, machte eine Ausschreibung und erhielt fünf versiegelte Angebote. In Gegenwart von fünf Mitgliedern des Kirchenvorstands wurden diese am 30.Oktober 1964 geöffnet und einstimmig beschlossen, der Firma Amara & Boscarino den Zuschlag zu geben. Gern hätten wir dem Bauunternehmer, der Glied der Gemeinde war, den Auftrag erteilt, aber mit seinem Preis und der benötigten Bauzeit lag er weit über den anderen Angeboten. Die Fa. Amara & Boscarino wollte in 165 Tagen den Bau für 67.873,14 Äthiopische $ erstellen. Alle Zahlen wurden noch einmal genau überprüft und im Januar 1965 unterzeichneten wir in Gegenwart des Architekten den Bauvertrag. Es konnte mit dem Kirchbau losgehen. Eine Audienz beim Kaiser mit Kirchenpräsident Wischmann am 14.1.1965 nutzten wir neben einem Dank dazu, zusätzliches Land für ein Pfarrhaus zu erbitten.

Dann gab es wieder eine personelle Veränderung. Die Gremien der Mission hatten beschlossen, Pastor Johannes Launhardt mit der Leitung der äthiopischen Schule und der Onesimus Nesib Bibelschule in Aira/Westäthiopien zu beauftragen. Zwei vakante Stellen waren zu besetzen. Nur schweren Herzens zogen wir, gerade zur 5-köpfigen Familie angewachsen, nach Aira. Für die Weiterführung der Gemeindearbeit in Addis Abeba wurde noch gesorgt: P. Graffam von Radio „Voice of the Gospel“ übernahm den Vorsitz im Kirchenvorstand, Dr. Ende die Verantwortung für den Gottesdienst und  Kindergottes­dienst, Frau Becker für den Religionsunterricht an der Deutschen Schule, Stdr. Dingkuhn den Vorsitz im Baukommittee, Apotheker Hildebrandt die finanziellen und organisatorischen Geschäfte und der Sprachschüler P. Reibe den Konfirmandenunterricht. Für seelsorgerliche Anliegen konnten die Pastoren Glüer, Fick, Graffam und Wesenick angesprochen werden, die unterdessen in der Stadt in anderen kirchlichen Institutionen arbeiteten. Mit vereinten Kräften ging es also weiter.

Beim Bau der Kirche tauchten jedoch immer wieder neue Probleme auf. Der Termin der Einweihung wurde vom Oktober auf den Dezember 1965 verschoben. Das reichte nicht und so plante man die Einweihung für März 1966, dann für Mai und hoffte, die Konfirmation in der neuen Kirche feiern zu können. Es stellten sich jedoch große akustische Probleme heraus, die es zu lösen galt. Im Juni 1966 war es endlich so weit. Am Vorabend der Einweihung wurde P. Graffam durch Oberkirchenrat Klapper (VELKD) als erster hauptamtlicher Pastor der Gemeinde eingeführt. Ein wichtiger Schritt, wodurch dann, als ein Pfarrhaus gebaut war, auch eine intensive Sozialarbeit begonnen werden konnte. Der 26.Juni 1966 war der Tag der Kirchweihe. Vertreter der VELKD, der EKD sowie der Hermannsburger Mission und andere Gäste waren angereist. Zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes wurden die Geräte in die Kirche getragen und geweiht, sowie der Altar, die Kanzel und das Gebäude. Ein Kinderchor sang, Missionsinspektor P. Albrecht hielt die Festpredigt und der Gemeindechor brachte eine Buxtehude-Kantate zu Gehör. Mich hatte man aus Westäthiopien eingeladen und für den Nachmittag um einen Vortrag über die Geschichte der Gemeinde gebeten. Für uns alle war der 26.6.66 ein bewegender Tag. Aus einer kleinen Pflanze war dank der Güte Gottes ein Baum geworden, auf dem in den kommenden Jahren noch viele gute Früchte wachsen sollten. Viele Menschen hatten sich als lebendige Steine eingebracht und so Kirche gebaut.

Gott erhalte, schütze und segne diese Gemeinde!

Dr. Johannes Launhardt

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