IMG_6269 – Ein kleiner Film

Vom 18. Februar bis 1. März 2026 waren Sabine Graumann und Olaf Möller für ein Handpuppenspiel-Projekt in Addis Abeba. Im Gepäck 25 große Klappmaulpuppen, jede Menge Material zum Bauen von kleinen Handpuppen, mehrere Stücke, Ideen für Workshops und vor allem: jede Menge Freude und Begeisterung dabei.

Für 12 Tage hatten wir im Pfarrhaus intensive Gespräche zu Puppenspiel & Theologie, aber auch mit tiefgehenden Reflektionen zu Eindrücken und Erlebnissen – mit dabei auch stets unsere Prakitikantin Noelani, die eine wichtige Rolle in der Organisation und Durchführung von Stücken gespielt hat.

Geplant waren Workshops und Auftritte in unserer Kirchengemeinde, in der German Church School (für Kinder und Lehrer:innen), in der Deutschen Botschaftsschule und – vom Goethe Institut organisiert und finanziert – im Theatre Houses Enterprise, Addis Ababa (Children & Youth Theatre). Allein die vielen Vernetzungen und Synergien waren enorm.

Zielgruppe waren Kinder und Erwachsene, das Ziel: mehrere Facetten von Freude, vor allem die Freude am Puppenspiel im Alltag zu kreieren, den Kindern eine Welt zu öffnen, in die sie mal abseits aller Alltagssorgen abtauchen dürfen (siehe hierzu den persönlichen Bericht von Sabine Graumann unten Ethiopia-report_260318). Die ursprüngliche Idee war es auch, zu sehen, wie das Spiel mit Handpuppen von Deutschen im äthiopischen Kontext umgesetzt werden kann – für Sabine und Olaf war es das erste Mal nicht nur in Äthiopien, sondern in Afrika zu sein – eine große Herausforderung.  

Los gings nach dem Ankunftstag mit einem Vorbereitungs-tag am Donnerstag, am Freitag mit der Aufführung von „Rosi und das Küchenmonster“ für Klassen 1-3 der German Church School (vom Pasch-Programm über das Goethe Institut finanziert), und einer Demo Session für die Lehrer:innen der GCS. Am Samstag ganztägig ein Workshop für ca 40 Schauspieler:innen des neuen Theaters. Am Sonntag Gottesdienst mit Predigt & Handpuppe von Olaf, dann ein Überraschungstheater nach dem Kirchcafé – wo er ganz spontan eine Geschichte entwickelte und im Austausch mit dem Publikum spielte. Danach bot Sabine einen Puppenbau-Workshop aus langen Strümpfen an, den unsere Gemeindekinder und -Erwachsene (Pastor eingeschlossen) sehr genossen: meine Piraten-Strumpfpuppe lächelt mich mit einem fehlenden Zahn jeden Morgen an…

       

Montag bis Sonntag dann ein unglaubliches volles Programm: ein Überraschungstheater in unserer Schule, zwei Auftritte mit dem Stück „Rosi und das Küchenmonster“ in der Botschaftsschule für die ca. 200 Kindergarten- und Grundschulkinder, dort auch drei Puppenbauworkshops für ausgewählte Schüler und Lehrer:innen, Teilnahme von Olaf am Religionsunterricht der Grundschule, sowie ein ganztägiger Workshop sowie zum Bau von Puppen als auch zum Spiel mit Handpuppen – alles über die Woche verteilt. Am Samstag noch einmal ein ganztägiger Workshop zum Puppenbau für die Schauspieler:innen.

       

Krönender Abschluß am Sonntagabend dann die Aufführung des Stücks „Lady Ragnell“ von 18-19 Uhr in der Kreuzkirche, eine Stück für Erwachsene mit Theaterfeeling und einer unglaublichen spielerischen Leistung von Olaf Möller, in dem er zum ein Figurentheater zwischen Mythos und Poesie, über die wilde, verwandelnde Kraft der Hingabe zum Besten bot: Vielschichtig, witzig und seelenberührend … immer dem Abenteuer des Lebens auf der Spur.

Webseite von Olaf Möller: https://www.lebendiges-handpuppenspiel.de/

Youtube Olaf Möller: https://www.youtube.com/channel/UC4sph5NwpFpc7BYf_k8PyBw/videos

Webseite von Sabine Graumann: https://www.sabinegraumann-puppenspiel.de/

Ein Bericht von Sabine Graumann zum Projekt: Ethiopia-report_260318 (pdf)